Ich das Opfer

Schon als Kind fühlte ich mich als Opfer, als meine Eltern stritten, manchmal stritten sie heftig, wobei sogar mein Vater mit den Füssen nach meiner Mutter trat. Ich war noch ein kleiner Scheißer aber ich hatte den Mut mich vor meinem Vater zu stellen und ihn an zu schreien. Als Dank bekam ich von meiner Mutter dann Vorwürfe, ich solle das nicht machen er geht mich nichts an, es ist nur eine Sache zwischen den beiden. In den weiteren Jahren meines Lebens wuchs der Hass auf meinen Vater, aber nein er war kein Schläger, solche Streits kamen selten vor, aber ich hasste ihn trotzdem und tu es heute immer noch. Er ist also kein Schläger aber ein Taugenichts und ein ewiger Nörgler, nichts kann man diesem Mann recht machen. Ich verabscheue ihn und er tut mir auch nicht leid, er hat Depressionen die wohl auch der Grund für sein Verhalten all die Jahre ist, aber er tut mir nicht leid. Dafür muss ich mir das Unverständnis meiner Mutter anhören, sie kann es nicht begreifen, dass ich meinen Vater nicht liebe, dass ich eine schlechte Tochter bin. Aber so bin ich nun mal, ich konnte nie etwas von ihm erwarten, warum sollte er dann von mir etwas erwarten? Ich bin Opfer meiner Familie, später wurde ich ausgenutzt, weil das Geld knapp wurde und ich habe immer Geld zugegeben, damit wir uns Heizöl leisten konnten und die Eltern überleben konnten. Ich konnte mir nicht viel leisten, ich blieb auch im Haus meiner Eltern, obwohl eine eigene Wohnung mir sicherlich besser getan hätte als der Zustand zuhause. Später wurde ich dann Opfer der Liebe, ich opferte mich für die paar Männer auf, mit denen ich eine Beziehung eingehen wollte als Dank dafür wurde ich von Mike ausgetauscht, von Kadir betrogen, und von den anderen einfach nur verstoßen, weil ich nicht in ihr Bild passte. Ich fühle mich von den Männern nur benutzt. Und um richtig benutzt zu werden gab ich mich dann für Sex her, ich lies mich benutzten, ich wollte keine Liebe mehr empfinden ich wollte nur noch leiden. Am besten ging es mir übrigens immer wenn ich heimlich verliebt war, wenn man sich daran erfreuen kann, wenn der Auserwählte mal ein paar Wörter wechselte oder ich ihn einfach nur mal erblicken konnte. In solchen Zeiten ging es mir am besten, diese heimliche Verliebtheit brachte im Grunde keine Schmerzen mit sich ich konnte es einfach genießen. Aktuell bin ich wieder das Opfer meine Angst. Ich verstieß Chris, weil ich Angst vor der Zukunft habe, ich ihn nicht lang genug kannte um mein Leben für ihn komplett umzukrempeln, wo er doch zu vielen Frauen Kontakt hat, zu seinen Exen und die Beziehung zu seiner "Mutti" die nicht mal mit ihm verwandt ist. Nein meine Eifersucht hätte eh alles kaputt gemacht, also leide ich nun hier allein und weine tag für tag weil ich das Opfer meiner Angst und Eifersucht bin.

8.9.13 13:28

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